Äquatorialguineische Literatur in Wien. Ein Treffpunkt im Frühling

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In Wien wird vom 14.-17. Mai 2013 die zweite Ausgabe der „Literaturwoche Äquatorialguinea“ abgehalten. Von Äquatorialguinea zu sprechen bedeutet heute nicht mehr nur in eine Diskussion um Erdöl, sondern auch in einen einzigartigen kulturellen Raum einzutreten. Denn Äquatorialguinea, ehemalige spanische Kolonie, ist der einzige Staat des afrikanischen Koninents mit dem Spanischen als Amtssprache und mit einer starken hispanischen Verwurzelung. Die moderne literarische Produktion des Landes ist für das Erscheinen einer neuen Literatur, der hispanisch-afrikanischen, verantwortlich.

Mittlerweile 45 Jahre von Spanien politisch unabhängig, ist die heutige Republik Äquatorialguinea ein diktatorisch dominierter Zwergstaat mit einer Ausdehnung von 28.051 km², ein Drittel der Fläche Österreichs. Aufgrund der politischen Situation leben die meisten guineischen Autor_innen im Exil. Von dort aus versuchen sie, mit ihren Werken für ein besseres Guinea zu kämpfen. Die Bücher der guineischen Schriftsteller_innen gelangen jedoch selten an den Golf von Guinea, weil im Land keine Verlage und keine Büchereien existieren. Durch die „Literaturwoche Äquatorialguinea“ wird den Schriftsteller_innen des Landes in Österreich eine Stimme gegeben.

Besonderheiten des diesjährigen Zusammentreffens in Wien sind Auftritte von Juan Tomás Ávila Laurel, eines der vielseitigsten Schriftsteller Äquatorialguineas, von Remei Sipi Mayo, einer der klangvollsten Stimmen der guineischen Lyrik, und außerdem des unvermeidlichen Joaquín Mbomío Bacheng, Journalist und Autor des Romans „Huellas bajo tierra“. Durchgeführt wird die Literaturwoche unter dem Ehrenschutz des österreichischen Schriftstellers Erich Hackl.

Eine Neuigkeit der zweiten Ausgabe des „guineischen Frühlings in Wien“ ist die Ausstellung von Werken äquatorialguineischer Maler und Bildhauer wie Leandro Mbomío sowie vielversprechender junger Künstler wie Sebas Mbomío Nsue Rubio. Auf musikalischer Ebene sind wir auf das Konzert des guineischen Rappers Bubu Jay gespannt. Der guineische Frühling in Wien ist ein kulturelles Event, das mit großer Leidenschaft von Wissenschafter Max Doppelbauer und Filmemacher Mischa G. Hendel organisiert wird. Dieses kulturelle Projekt dient der Intensivierung der österreichisch-äquatorialguineischen Beziehungen.

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